· von Nedjat Nuhi
Local-First oder Cloud? Wo die Daten Ihrer KI-Anwendung wirklich liegen sollten
Kurz beantwortet
Nicht jede KI-Lösung muss in die Cloud. Je nach Datensensitivität und Anforderungen gibt es unterschiedliche Architekturmodelle – von vollständig lokal bis hybrid. Was wann sinnvoll ist.
«Können wir das auch lokal laufen lassen?» – Diese Frage kommt regelmässig, besonders von Unternehmen in stark regulierten Branchen wie Gesundheit, Recht oder Finanz. Die Antwort ist: Es kommt darauf an.
Die drei Architekturmodelle
Vollständig cloud-basiert: Die KI-Verarbeitung findet bei einem Anbieter (OpenAI, Anthropic, Azure) statt. Einfachste Umsetzung, grösste Abhängigkeit. Geeignet für nicht-sensitive Prozesse.
Hybrid: Sensitive Daten bleiben lokal oder in einer Schweizer/EU-Cloud. Nur anonymisierte oder nicht-sensitive Teile der Anfrage gehen an externe Modelle. Gutes Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Leistung.
Vollständig lokal (On-Premise): Offene Modelle wie Llama oder Mistral laufen auf eigener Hardware. Maximale Kontrolle, aber deutlich höhere Betriebskosten und geringere Modellqualität als bei den führenden Cloud-Anbietern.
Was für Schweizer KMU meistens passt
Für die meisten Anwendungsfälle – E-Mail-Automatisierung, Dokumentenextraktion, interne Wissensassistenten – ist ein Hybrid-Ansatz mit Azure OpenAI (Datenhaltung in Europa) die pragmatischste Wahl: DSG-konform, leistungsstark, kosteneffizient.